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3. Preis

Verfasser

Martin Schedlbauer
Faktorgruen PartG mbH
Landschaftsarchitekten und
Beratende Ingenieure
Merhauser Straße 110
79100 Freiburg i. Breisgau

Mitarbeiter/in der Verfasser/in:
Ricardo Patings,
Elena Müller-Tzoulakis,
Michal Herl und Danilo Meixner

Sonderfachleute

Visualisierung: Expressiv GmbH,
Otto-Bauer-Gasse 24/III/27,
A-1060 Wien
Mitarbeiter: Elmir Smajic
 

Leitidee

„Der Dom in Frankfurt ist heute in seiner Bedeutung als größter Sakralbau in der Stadt nur schwer wahrnehmbar. Ziel der Gestaltung ist es, dem Dom ein eigenes Umfeld in Form eines markanten Platzfeldes zu verleihen, welches den Dom in einen aufgespannten Rahmen stellt und im Stadtgefüge klar und deutlich erlebbar sowie auffindbar macht. Gleichzeitig bildet das Domumfeld den Abschluss und Gegenpol der Dom-Römer-Achse und ist in die Gesamtkonzeption eingebunden. Diesen Spagat gilt es im Rahmen des Wettbewerbs zu leisten und Lösungen anzubieten. Es bedarf eines subtil abgestimmten Belags- und Ausstattungskonzepts, um dem Dom in seiner Bedeutung Rechnung zu tragen und anderseits das Gesamtensemble des Dom-Römer-Areals abzuschließen und zu komplettieren.

Daneben gilt es, die Anforderungen der heutigen Zeit wie die Veränderung des Stadtklimas und die Klimaanpassung sowie die Anforderungen an die Barrierefreiheit zu berücksichtigen.“

Auszug aus der Beurteilung des Preisgerichts

Leitidee der Verfasser ist die Schaffung eines „eigenen Domumfelds, welches den Dom in einen aufgespannten Rahmen stellt und ihn somit im Stadtgefüge klar ablesbar definiert“. Diese Einfassung sollte jedoch an verschiedenen Stellen, insbesondere den Einmündungen der Straßen auf den Domplatz nochmals kritisch untersucht werden. Die Definition fein differenzierter Stadträume rings um den Dom gelingt in bemerkenswert einfacher Weise. Sie wird vornehmlich erzielt durch eine Unterscheidung in belebte und weniger belebte Platz- und Straßenräume, welche durch die gewählten Baumstellungen unterstrichen werden.

Der Domplatz wird als souveräner Stadtplatz mit Erhalt der Platanen und einem Wildverband aus großformatigen Basaltsteinpflaster gebildet. Die Gehwege sind durch ein taktiles Leitelement entlang der Häuserfronten differenziert. Mit dieser Maßnahme wird gleichzeitig der vom Verfasser als „Platzteppich“ definierte Platzraum vom sonstigen Straßenraum differenziert.

Im Gegensatz hierzu wird Der Bereich des Weckmarkts als Straßenraum interpretiert und mit kleinformatigem Basaltpflaster belegt, was hinsichtlich der Anforderung als Verkehrsraum mit KFZ-Belastung kritisch gesehen wird. Auf einfache Weise gelingt auch eine Verbreiterung des Gehwegs auf der südlichen Seite des Weckmarkts. Gleichzeitig entsteht ein ausreichend breiter Straßenraum für den KFZ-Verkehr. Durch eine subtile Baumergänzung in diesem Bereich wird ein angemessener städtischer Straßenquerschnitt erteilt.

Die vorhandene Topographie im Bereich des östlichen Domumfelds ist leider in der Planung nicht berücksichtigt.

Die geforderten Stellplätze sind nachgewiesen, ebenso ist die Ladezone in das Platzfeld integriert. Die Zufahrten zur Liegenschaft Weckmarkt 2 ist gegeben, ebenso wie die Zufahrten für die Feuerwehr sichergestellt sind.

Die bestehenden Bastionen im Bereich Domplatz und Weckmarkt wurden erhalten und deren Oberfläche in Basalt ausgeführt. Der Domgarten inkl. Seiner Einfriedung wird erhalten.

Die gewählten Materialien und Ausstattungsgegenstände erscheinen schlüssig und auch in ihrer Anzahl sowie ihrer Verortung angemessen eingesetzt.
Insgesamt stellt die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Lösung der gestellten Aufgabe dar.